Die Wasserwehr der FF Unterheuberg nimmt jedes Jahr am Wasserwehrleistungsbewerb teil. Dabei wurden schon einige großartige Erfolge erziehlt. Dieses einzigartige Erlebnis an den schönsten Gewässern Oberösterreichs und der Konkurrenzkampf motiviert die Teilnnehmer sich diesen Bewerben zu stellen.

WLA Bewerb in Engelhartszell

 

Entstehung:
1954 wurde Oberösterreich von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht. Zur Hilfeleistung bei den zahlreichen Einsätzen wurden die Freiwilligen Feuerwehren herangezogen, da sie vor Ort verfügbar waren und auch keine andere Organisation in der Lage war, Hilfe zu leisten. Bei Hochwasser sowie Überschwemmungen gilt es rasch Menschen und Tiere aus den betroffenen Gebieten zu retten. In der Folge wurden Feuerwehren an den Gewässern in Oberösterreich zu Wasserstützpunkten ausgebaut.

Diese Stützpunkte wurden mit Zillen und Einsatzbooten ausgestattet. Ebenso war es notwendig, eine entsprechende Wasserdienstausbildung zu organisieren. Um den Feuerwehrmitgliedern Gelegenheit zu geben, ihren Ausbildungsstand zu überprüfen und unter Beweis zu stellen, wurde im Jahr 1962 der Wasserwehr-Leistungsbewerb eingeführt.

Der 1. Wasserwehrleistungsbewerb:
Der 1. OÖ Landes-Wasserwehrleistungsbewerb fand am 3. Juni 1962 in Linz auf der Donau statt. Seit 1969 werden die Wasserwehrleistungsbewerbe in Bronze und Silber jeweils in den Bezirken unseres Bundeslandes an den Flüssen Donau, Inn, Salzach, Traun und Enns ausgetragen. Der Wasserwehrleistungsbewerb in Gold wird jährlich immer in Linz durchgeführt.

Mit den 7 m langen Holzzillen zeigen die Feuerwehrmitglieder ihr Können und ihre Leistungsbereitschaft. Um den Bewerb mit einem begehrten Leistungsabzeichen in Gold, Silber und Bronze abschließen zu können, sind die richtige Technik, Kraft und Ausdauer die entscheidenden Faktoren. Wie wichtig die Wasserdienstausbildung der Feuerwehren in Oberösterreich ist, zeigte sich immer wieder bei den zahlreichen Hochwasserereignissen der vergangenen Jahrzehnte und zuletzt 2013. Viele überschwemmte Bereiche sind bei Hochwasser nur mit Holz- und Motorzillen zu erreichen.

Der Wasserwehr-Leistungsbewerb in Bronze und Silber:
Der Wasserwehr-Leistungsbewerb in Bronze und Silber besteht aus den zwei Bewerbsdisziplinen Zillenfahren und Seilknoten. Die teilnehmenden Zillenbesatzungen (entweder mit zwei Personen = sog. Zillen-Zweier oder mit einer Person = sog. Zillen-Einer) müssen die vorgegebene Strecke auf dem Gewässer mit verschiedenen Hindernissen (wie zB Wendebojen, Richtungs- und Wertungstore) innerhalb eines bestimmten Zeitlimits durch Rudern und Gegenwärtsschieben mit Schubstangen schnellstmöglich und fehlerfrei bewältigen. Neben dem Zillenfahren auf der Bewerbsstrecke sind zuvor noch verschiedene Seilknoten von den teilnehmenden Zillenfahrern anzulegen.

Es gibt bei diesem Bewerb verschiedene Wertungsklassen: Zillen-Zweier Bronze und Silber (jeweils mit und ohne Alterspunkte), Zillen-Einer, Meisterklasse und Mannschaftswertung. Die Leitung des Bewerbes obliegt der Landes-Bewerbsleitung. Die Bewertung der teilnehmenden Zillenbesatzungen wird von Bewerterteams aus ganz Oberösterreich durchgeführt.

Im Anschluss ist eine Skizze von einer Bewerbsstrecke dargestellt. Die Strecke wird flussaufwärts durchstochen und flussabwärts durchrudert. Bojen und Richtungstore markieren den Weg.

Streckenplan vom WLA in Engelhartszell

 

Bei Bronze und Silber wird die Strecke zu zweit durchquert wobei in Bronze sich die Teilnehmer die Aufstellung, wer Kranzelmann und wer Steuermann ist, selbst aussuchen können und in Silber die Aufstellung ausgelost wird.

WLA Engelhartszell